| Der bäuerliche Familienbetrieb wirtschaftet schon seit vielen Generationen in Eichstetten in der Hauptstraße 140. Im typischen Kaiserstühler Hofgut betreiben die Vorfahren neben der Landwirtschaft auch das "Gasthaus zum Rebstock". Ab dem Jahr 1920 wenden sie sich der reinen landwirtschaftlichen Produktion mit Wein- und Obstbau zu.
Das Jahr 1953 ist ein besonderes Jahr in der Hofgeschichte. Karl Hiß stellt seinen Betrieb zusammen mit sechs weiteren Höfen aus Eichstetten auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise um. Als Kriegsgefangener in England kam er mit den Ideen des ökologischen Landbaus in Berührung. Die Demeter - Anerkennung erhält er bereits 1956. Angebaut werden Getreide, Obst und Feldfrüchte.
Ab den sechziger Jahren gewinnt der Gemüsebau mit zunehmender Direktvermarktung an Bedeutung. Weitere Betriebe stellen um, so dass Eichstetten schon früh den Beinamen "Hochburg des ökologischen Landbaus" erhält. Die Betriebsübergabe im Jahre 1988 an Christian und Andrea Hiß leitet ein neues Kapitel ein. Der Gemüseanbau wird verstärkt.
1990 - Christian Hiß wird Gärtnermeister
1990 - Einstellung der ersten Gärtnerin
1994 - Beginn der eigenen Saatgutproduktion für den Gemüseanbau
1995 - Bau der Gärtnerei am Ortsrand mit 2000 qm Hochglasfläche
1996 - Staatlich anerkannter Ausbildungsbetrieb für Gärtnergehilfen
1997 - Forschungsprojekt im Betrieb zum Thema "Stangenbohnen Bodenkultur und Hydrokultur"
1997 - Entscheidung für die Konzeption eines Stallneubaues für ca. 30 Milchkühe
1998 - Betriebsgründung von Morofs Gemüseküche mit Fertig- und Halbfertigprodukten
1998 - Erste Ausgabe der Hofzeitung
1999 - Beginn des ersten großen Schulprojektes zum Stallbau
1999 - Kunden werden Teilhaber am Betrieb
2000 - Mitbegründung von "Perpetuum novile gemeinnützige Schulprojekt GmbH" mit dem Ziel, Pädagogik und Wirtschaft zu verbinden
2000 - Konzeption zur Betriebserweiterung in Form einer stillen Beteiligung
2001 - Einrichtung eines selbständigen Zucht- und Forschungsgartens
2001 - Bau des 150 qm großen Verkaufsgewächshauses neben der Gärtnerei zur Stärkung der Direktvermarktung
2001 - Stallneubau zur Erweiterung der Milchviehwirtschaft mit Käserei
2002 - am 19.07.02 wird der neue Kuhstall feierlich eingeweiht
2004 - Die Direktvermarktung wird durch den Aus- und Aufbau der Lieferservices gestärkt. Markus Tschorn (Gartenbauingenieur) ist von nun an für die Querbeet-Kiste zuständig
2006 - Der Demeterhof Hiß hat eine neue und moderne Form bekommen: Der Familienbetrieb wurde in Eigentum und Bewirtschaftung getrennt. Es entsteht die Bürgeraktiengesellschaft Regionalwert AG. Auf diese Weise können viele Menschen am Eigentum teilhaben und so die langfristige Zukunft des Hofes und damit ihrer Landwirtschaft mitbestimmen.
Die Bewirtschaftung wird von der Hiß-Bartels-Feldmann GbR übernommen. Zusammen mit Christian Hiß haben Annette Bartels und Gerd Feldmann die Verantwortung für die Gärtnerei übernommen.
Der Kuhstall wird weiterhin von Anke Piroth und Sebastian Groos bewirtschaftet.
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