Fußspuren

2. März 2010


Fußspuren im Sand

Ich träumte eines Nachts, ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn, und es erstand vor meinen Augen, Streiflichtern gleich, mein Leben. Für jeden Abschnitt, wie mir schien, entdeckte ich im Sande Fußspuren zweier Schreitenden. Die einen waren mein, die anderen des Herrn.

Als dann das letzte Bild an uns vorbei geglitten war, sah ich zurück und stellte fest, dass viele Male des einen Spuren im Sande nur zu sehen waren. Sie zeichneten die Phasen meines Lebens, die mir am schwersten waren.

Das machte mich verwirrt, ich wendete mich fragend an den Herrn: „Als ich dir damals alles übergab, o Herr, was ich besaß, zu folgen dir, da sagtest du, du würdest immer bei mir sein. Doch in den tiefsten Nöten meines Lebens seh ich nur ein Paar Spuren in dem Sand- warum denn warst du nicht bei mir, als ich dich so verzweifelt brauchte?“

Der Herr nahm meine Hand und sprach: “Geliebtes Kind, nie ließ ich dich allein, schon gar nicht in den Zeiten, da du littest und angefochten warst. Wo du nur ein Paar Spuren im Sand erkennst, da hab ich dich getragen.“

aus dem Irischen übertragen von M. Bollinger 

 

Eine schöne Woche wünsche ich Ihnen, Annette Feldmann

Jungpflanzen

25. Februar 2010


Liebe GenießerInnen unserer Erzeugnisse der Gärtnerei und Landwirtschaft,

wo es sich zurzeit in der Gärtnerei am Frühlingshaftesten anfühlt, ist in der Jungpflanzenanzucht: in dem vorderen Teil des Gewächshauses, wo sich unsere Anzuchtbeete befinden herrscht ein eigenes Klima. Auf den von unten erwärmten Beeten, die von oben durch durchsichtige Folienzelte geschützt sind, keimt und sprießt es Tag für Tag.

Dicht gedrängt „wärmen“ sich da im Keimstadium, oder auch schon größer gewachsen, die ersten ausgesäten Kräuter, der Frühkohl, die Gemüsezwiebeln, der Herbstlauch, Salate, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Fenchel, Mangold, Sellerie u.v.m. Diese Woche werden sogar schon die ersten Paprika und Auberginen für das Gewächshaus im Sommer ausgesät und dazugestellt.

Manche Aussaaten, wie z.B. die Petersilie werden erst in große Saatschalen gemacht, aus denen heraus man sie dann einen Monat später „verpflanzt“ und vereinzelt, d.h. einzeln in 77ger Töpfchen setzt -pikiert-. Somit hat man einen Monat viel zu wärmenden Platz gespart und kann beim Pikieren selektieren, welches Petersilienpflänzchen  sich gut entwickelt hat und einen stabilen Eindruck zum Weiterwachsen hat. Den März über werden sie noch in der Anzucht gehegt und gepflegt und in knapp zwei Monaten könnten die Pflanzen dann schon auf dem Acker stehen.

Eine gute Woche wünsche ich Ihnen, Annette Feldmann           

Hofbrot

18. Februar 2010


Liebe GenießerInnen unserer Gärtnerei- und Hofprodukte,

neben unseren vielzähligen Gemüsearten und dem umfassenden Käsesortiment, bietet der Hof seit vielen Jahren auch sein eigenes „Hofbrot“ an. Und dieses ist ein echter Schatz an Ursprünglichkeit und Handarbeit. Vom Herstellungsprozess ist es ein Entschleuniger im Vergleich zu anderen Broten, die man in den Bäckereiregalen so findet, denn der ganze Backprozess dauert 12 Stunden für den Vorteig zum „Gehen“ über Nacht und bis zum fertigen Brot noch einmal 6 Stunden:

Nachdem man am Abend vorher aus frisch gemahlenen Roggen und Sauerteig den Vorteig angesetzt hat, beginnt der nächste Tag mit Feuermachen im Holzofen und  Mahlen des Weizens. Der Teig entsteht aus einer Mischung von ca. 80% Weizen(eigener Anbau) und 20% Roggen, Salz, Sauerteig und Wasser. Ist er von guter Konsistenz, geht er nochmals 1,5 Stunden.

Der Ofen muss eine Temperatur von 250°C erreicht haben, ehe man die Glut herauszieht und die 55-65 frisch geformten Laibe hinein schiebt. Nach ca. einer Stunde kann man die heißen, köstlich duftenden Brote herausziehen.

Wir bieten das Hofbrot in ca. 500g und 750g- Laiben an, in der Abofrischeliste finden Sie es unter den Artikelnummern 94 und 95. Das Kilo kostet 3,90€.

Noch ein Tipp zur Lagerung: sehr gut und lange hält es sich in der Papiertüte, die noch in eine Plastiktüte gesteckt wird.

 

Viel Spaß beim Genießen wünscht Ihnen Annette Feldmann

Lichtvolle Tage

12. Februar 2010


Liebe Kunden der Querbeetkiste,

liebe Hofladenkunden,

liebe Kunden unserer Märkte,

 

wenn man die Tage einen Rundgang durch unser Gewächshaus macht, kommen lichtvolle Frühlingsgefühle auf und man kann spüren, welche Kraft schon die paar Sonnenstrahlen, die dieser Tage durch die Wolken- und Kältedecke über uns gedrungen sind, hatten und haben. Letzte Woche waren es dort für eine kurze Zeit schon mal 22° C!

Das erste Beet Kresse, welches wir dieses Jahr Mitte Januar aussäten, ist zum Wochenende hin erntefertig. Diese frischen Kresseblätter finde ich, läuten immer den Vor-Vorfrühling ein. Zehn Tage später haben wir dann das zweite Beet gesät und diese Aussaat hat bereits die erste eingeholt. So viel bewirken etwas mehr Lichtintensität, Tageslänge und Wärme. Bald wird dieselbe Aussaat nur noch eine Woche bis zur Ernte dauern.

Trotzdem ist es in manchen kalten Nächten, die waren und uns noch bevorstehen, schwierig: wir schützen unsere Kulturen dann mit einer Abdeckung(Vlies), die luft- und lichtdurchlässig ist und mindestens 1°C abhält. Das klingt zwar wenig, aber macht u.U. „das Überleben“ einer Gemüsekultur aus. Und doppelt abgevliest hält schon ca. 2°C Kälte ab.

Wir freuen uns, wenn wir ab nächster Woche auch für die “Querbeetkistler“ unseren persönlichen Vor-Vorfrühling-wenn alles klappt- aufleben lassen können, indem wir unser Sortiment aus der Gärtnerei um die Kresse erweitern und Sie damit beglücken dürfen.

Einen sonnigen Gruß von Annette Feldmann

Grüße aus dem Kuhstall

4. Februar 2010


Liebe Kunden der Querbeetkiste und unserer Märkte,

liebe Hofladenkunden,

 

heute erhalten Sie wieder einen Gruß aus dem Kuhstall. Die Kühe, Kälber, Jungvieh und Bullis dösen munter in ihrer gut eingestreuten Liegefläche, die Kälte kann ihnen nichts anhaben. Wir sorgen dafür, dass das Tränkewasser nicht einfriert und legen genug Futter bereit. Wenn es dann draußen Minustemperaturen hat, ist eine gute Zeit gekommen, den Misthaufen neben dem Stall wieder an einem Feldrand zu einer schönen Kompostmiete aufzusetzen um den Verrottungs- und Vererdungsvorgängen gute Vorraussetzungen zu bieten.

Solange es Frost hat, ist es für den Boden am schonendsten, mit dem Miststreuer darüber zu fahren. Bei diesem Neuaufsetzen bin ich immer wieder beeindruckt, welche große Wärme in so einem Misthaufen steckt, welche Dampfschwaden aus dem Haufen entweichen, während man den Mist auflädt.

Nach etwa einem 3/4Jahr hat man dann einen gut verrotteten Kompost, der nicht mehr an den Mist erinnert, sondern man erhält ein fruchtbares und belebendes Substrat für Acker und Wiese.

Wir wünschen Ihnen eine frohe Woche.

 

Ihr Sebastian Groos